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Stadt Ingolstadt, Ortsteil Etting, Baugebiet Wettstettener Weg
Zu den nicht alltäglichen Entdeckungen der Archäologen zählen keltische Körper-
gräber.
Besondere Aufmerksamkeit erweckte deshalb ein keltischer Schwertkrieger, der als
Einzelbestattung im neuen Baugebiet „Wettstettener Weg“ am nördlichen Ortsrand
von Etting entdeckt wurde.
Der Tote ist nach dem Brauch der Zeit in gestreckter Rückenlage nordsüd ausge-
richtet bestattet worden.
Dem im Alter von 20-30 Jahren Verstorbenen hatte man an seiner rechten Körper-
seite ein eisernes Schwert mit Scheide und einen Waffengürtel mit ins Grab gelegt,
von dem sich drei Bronzeringe mit einem Durchmesser von ca. 3 cm erhalten haben.
Am linken Oberarm trug der Bestattete einen offenen Bronzearmreif, ein aus heutiger
Sicht eher ungewöhnliches männliches Schmuckobjekt.
Für die damalige Epoche war der Tote mit 1.80 m außergewöhnlich groß.
Aufgrund seiner Beigaben dürfte er im 4. Jh. v. Chr. bestattet worden sein.
Damit war der keltische Krieger Zeitgenosse der großen keltischen Wanderungen,
einer literarisch bezeugten „Unruhezeit“ im 4. und 3. vorchristlichen Jahrhundert.
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